Jin Yan und die Defa: Sein letztes Filmprojekt

Eine kleine Notiz besagte, dass Jin Yan (金焰) 1958 in Ostdeutschland war, um einen Film zu drehen. Das sollte nicht nur der erste ostdeutsche Science-Fiction-Film werden, sondern auch ein groß angelegtes internationales Projekt der Völkerverständigung. Und Jin Yan wurde ausgewählt, darin die Rolle des chinesischen Sprachwissenschaftlers zu übernehmen.

Presse und Freiheit – Ha Jin: Der Unruhestifter

Feng Danlin ist Journalist im New York des Jahres 2007. Er schreibt für eine chinesischsprachige Zeitung. Die Global News Agency möchte die Zeitung für alle wahrheits-und freiheitsliebenden Chinesen in der Welt sein. Und Feng Danlin lässt nicht locker. Er sieht sich als Fels in der Brandung, es geht um Macht und Fake News, darum, wie China seine Einflusssphäre erweitert und auch darum, dass die anderen nur zu gern mitspielen.

China-Animation (Berlinale 2017)

China-Animation (Berlinale 2017)

2017 lief mit Liu Jians Have a nice Day (好极了) erstmals ein chinesischer Zeichentrickfilm im Wettbewerb der Berlinale: schwarz, lakonisch und ein bisschen überdreht. Bei der Jagd nach einer gestohlenen Geldtasche treffen menschliche Gier und die Gegenwart eines verunsicherten Landes im Wandel aufeinander.

Vee Leong: Das europäische Gegenwartstheater in Hongkong

Ein wichtiger Bestandteil der hybriden Kultur Hongkongs war immer, Dinge von außen zu absorbieren. Der Einfluss des ausländischen Theaters verschob sich von der Dominanz des europäischen und amerikanischen Theaters in den frühen Jahren hin zum vermehrten Austausch mit asiatischen Theaterkulturen, z.B. Japan, Taiwan, Singapur. Wichtig dabei ist, dass stärker als vorher die eigene Originalität auf dem Weg zu einem eigenständigen Hongkonger Theater in den Vordergrund gestellt wurde.

Red (红): Durch Körperperformance die Geschichte erlebbar machen

Ausgangspunkt für das Dokumentartheaterstück „Red (红)“ von Wen Huis Living Dance Studio (生活舞蹈工作室) war die Modelloper „Das Rote Frauenbataillon“ aus der Zeit der Kulturrevolution. Zhuang Jiayun, die für Text und Konzeption verantwortlich zeichnete, lässt die Arbeit an dem Stück noch einmal Revue passieren; ein Stück, in dem der Körper als Modell fungiert, die Vergangenheit zu erkunden.

Kino in Asien: Das NANG-Magazin

Kino in Asien: Das NANG-Magazin

Im Herbst 2016 erschien das erste Heft einer neuen, dem Kino in Asien gewidmeten Zeitschrift: NANG. Nang ist das griffige thailändische Wort für Film. Nang möchte weder Hochglanzfilmmagazin noch akademische Filmzeitschrift sein. Ein Interview mit dem Herausgeber Davide Cazzaro.