Ausgangspunkt für das Dokumentartheaterstück „Red (红)“ von Wen Huis Living Dance Studio (生活舞蹈工作室) war die Modelloper „Das Rote Frauenbataillon“ aus der Zeit der Kulturrevolution. Zhuang Jiayun, die für Text und Konzeption verantwortlich zeichnete, lässt die Arbeit an dem Stück noch einmal Revue passieren; ein Stück, in dem der Körper als Modell fungiert, die Vergangenheit zu erkunden.
Ai Xia: Meine Vorstellung von Liebe
Gedanken nach Verfassen des Drehbuches „Eine Frau von heute“ (现代一女性)
Ai Xia: Meinen Schwestern, die auch zum Film wollen, gewidmet
Fakt ist, dass Mingxing, Lianhua und andere Produktionsgesellschaften alle im Moment fähige Leute anwerben. Das ist eine gute Gelegenheit. Es ist nicht schwer, liebe Schwestern, Künstlerin zu werden. Ihr müsst es nur wollen. Um die Realität kennen zu lernen und eigene Ausdrucksfähigkeit zu trainieren, bedarf es eines objektiven Blicks auf die Gesellschaft.
Ai Xia: Meine Regie-Lieblinge
Meine drei Lieblingsregisseure darf man nicht zusammensperren, denn sobald sie gemeinsam in einem Raum sind, witzeln sie herum und suchen sich in Wortgefechten zu übertreffen. Wirklich, oft tut mir der Bauch vor Lachen weh, nichtsdestotrotz sind sie drei Schätze.
Theater außerhalb des Theaters
Immer galten Theater als natürlicher Ort, Schauspiele aufzuführen, aber eigentlich kann alles Ort für eine Performance und damit „Theater“ sein.
Cheng Bugao: Unser Kampfplatz (1933)
Cheng Bugao (1893-1966) schreibt in einem im Mai 1933 im Mingxing-Journal veröffentlichten Artikel über die Motivation des Filmemachens und beleuchtet nebenbei die Arbeitsbedingungen. Er führte u.a. bei 狂流 (Wilder Strom) und 春蚕 (Seidenraupen im Frühling), beide 1933, Regie.
1933: Meine Hoffnung (Ai Xia)
Hoffnung! Hoffnung hat jeder Mensch. Ich persönlich hoffe, dass für mich alles gut laufen wird. Und damit meine ich nicht die Alltagsroutinen, wann ich aufstehe, esse, lese, schreibe, schlafe, sondern die Hoffnung, etwas aufzubauen, zu schaffen.
Im Buchladen Pornos gucken – Freud und Leid alternativer Kinos
„Wind und Regen kommen herein, aber auch Freunde, um Filme zu sehen“ – so stellt sich Kong Yuanzi, Der leere Hof (空院子) auf WeChat vor und beschreibt damit ziemlich gut den Stand von Alternativkinos und unabhängigen Vorführräumen in China: trotz ihres Nischenplatzes und anderer Schwierigkeiten, sind sie vital und leidenschaftlich und finden ihr Publikum.
„Li Wen at East Lake“ von Li Luo (2015)

Li Luo (李珞), geb. 1978, dreht sehr eigenwillige Filme, die durch Minimalismus und Improvisation aus dem Kontext eines mainstreamorientierten Kinos herausfallen. Es sind Filme, die man aus China nicht erwartet: Sein 2012 entstandener Film Emperor Visits Hell (唐皇游地府) ist beispielsweise eine eine moderne, sehr nüchterne Adaption einer Episode aus dem Roman Die Pilgerreise nach dem Westen (西游记) unterlegt mit dem Gesang Klaus Nomis. Im Anschluss an die Aufführung von Li Wen at East Lake (李文漫游东湖) im Oktober 2015 wurde im Sifang Art Museum Nanjing das folgende Gespräch geführt.
Ai Xia: Eine moderne Frau (Filmszenario 1933)
Die Nächte von Shanghai, ein zügelloser Traum.
Menschen, eine Menge, Männer, Frauen, ein warmer Ofen, Rauch, alles findet sich in diesem Raum. „Es gibt Wein, also wollen wir uns betrinken!“, habt Spaß, die Welt gehört euch!
Taotao, Angestellte der Grund & Boden-Union, eine moderne Frau. Ein Täubchen, klug, schön und wild. Aber sie leidet unter der typischen Krankheit dieser Zeit: sie will immer mehr und immer Neues
