Gedanken nach Verfassen des Drehbuches „Eine Frau von heute“ (现代一女性)
Kamelglöckchen und Rosendatteln

Bei Kloubert ist Peking nicht die laute, chaotische Stadt des 21. Jahrhunderts, sondern ein beschauliches, wohlorganisiertes Areal von Mauern, Toren, Hofhäusern und Gärten. Von der äußeren Gestalt der Stadt kommt er jedoch schnell auf deren Bewohner zu sprechen, die Mandschus und Bannerleute, sowie die Pekinger Chinesen. Paris – so heißt es schon am Anfang des Buches, sei vielleicht „die einzige Stadt im Westen, die es an savoir vivre mit Peking hätte aufnehmen können, nicht jedoch an Einfallsreichtum …
Ai Xia: Meinen Schwestern, die auch zum Film wollen, gewidmet
Fakt ist, dass Mingxing, Lianhua und andere Produktionsgesellschaften alle im Moment fähige Leute anwerben. Das ist eine gute Gelegenheit. Es ist nicht schwer, liebe Schwestern, Künstlerin zu werden. Ihr müsst es nur wollen. Um die Realität kennen zu lernen und eigene Ausdrucksfähigkeit zu trainieren, bedarf es eines objektiven Blicks auf die Gesellschaft.
Gegen den Strom (Berlinale 2016)

Wettbewerbsbeitrag aus China war der poetische, ja surreale Film Crosscurrent (长江图) von Yang Chao. Er erzählt die Geschichte vom Wandel Chinas in einer einzigen Flussfahrt und atemberaubend schönen Bildern.
Ai Xia: Meine Regie-Lieblinge
Meine drei Lieblingsregisseure darf man nicht zusammensperren, denn sobald sie gemeinsam in einem Raum sind, witzeln sie herum und suchen sich in Wortgefechten zu übertreffen. Wirklich, oft tut mir der Bauch vor Lachen weh, nichtsdestotrotz sind sie drei Schätze.
Theater außerhalb des Theaters
Immer galten Theater als natürlicher Ort, Schauspiele aufzuführen, aber eigentlich kann alles Ort für eine Performance und damit „Theater“ sein.
Cheng Bugao: Unser Kampfplatz (1933)
Cheng Bugao (1893-1966) schreibt in einem im Mai 1933 im Mingxing-Journal veröffentlichten Artikel über die Motivation des Filmemachens und beleuchtet nebenbei die Arbeitsbedingungen. Er führte u.a. bei 狂流 (Wilder Strom) und 春蚕 (Seidenraupen im Frühling), beide 1933, Regie.
1933: Meine Hoffnung (Ai Xia)
Hoffnung! Hoffnung hat jeder Mensch. Ich persönlich hoffe, dass für mich alles gut laufen wird. Und damit meine ich nicht die Alltagsroutinen, wann ich aufstehe, esse, lese, schreibe, schlafe, sondern die Hoffnung, etwas aufzubauen, zu schaffen.
Wer, wenn nicht wir ? Unabhängige Dokumentarfilmer in China
Während der offizielle chinesische Film bestrebt ist, Hollywood zu schlagen und seine Filme an exorbitanten Budgets und eingesetzten CGI-Effekten messen lässt, entstand seit den 1980er Jahren eine stetig wachsende Zahl unabhängiger Dokumentarfilme.
Dan Edwards‘ Independent Chinese Documentary ist der Versuch eine möglichst umfassende Darstellung des unabhängigen Dokumentarfilms der nachmaoistischen Ära zu liefern.
Im Buchladen Pornos gucken – Freud und Leid alternativer Kinos
„Wind und Regen kommen herein, aber auch Freunde, um Filme zu sehen“ – so stellt sich Kong Yuanzi, Der leere Hof (空院子) auf WeChat vor und beschreibt damit ziemlich gut den Stand von Alternativkinos und unabhängigen Vorführräumen in China: trotz ihres Nischenplatzes und anderer Schwierigkeiten, sind sie vital und leidenschaftlich und finden ihr Publikum.
