Wenn aktuelle Theaterstücke immer auch den Zeitgeist spiegeln, dann ist der Band ‚Mittendrin‘ eine Zeitreise. Ob aber der Untertitel ‚Neue Stücke aus China‘ für ein Buch passend ist, dessen jüngstes Stück bereits zehn Jahre alt ist, sei dahin gestellt.
Kino in Asien: Das NANG-Magazin

Im Herbst 2016 erschien das erste Heft einer neuen, dem Kino in Asien gewidmeten Zeitschrift: NANG. Nang ist das griffige thailändische Wort für Film. Nang möchte weder Hochglanzfilmmagazin noch akademische Filmzeitschrift sein. Ein Interview mit dem Herausgeber Davide Cazzaro.
Kamelglöckchen und Rosendatteln

Bei Kloubert ist Peking nicht die laute, chaotische Stadt des 21. Jahrhunderts, sondern ein beschauliches, wohlorganisiertes Areal von Mauern, Toren, Hofhäusern und Gärten. Von der äußeren Gestalt der Stadt kommt er jedoch schnell auf deren Bewohner zu sprechen, die Mandschus und Bannerleute, sowie die Pekinger Chinesen. Paris – so heißt es schon am Anfang des Buches, sei vielleicht „die einzige Stadt im Westen, die es an savoir vivre mit Peking hätte aufnehmen können, nicht jedoch an Einfallsreichtum …
Wer, wenn nicht wir ? Unabhängige Dokumentarfilmer in China
Während der offizielle chinesische Film bestrebt ist, Hollywood zu schlagen und seine Filme an exorbitanten Budgets und eingesetzten CGI-Effekten messen lässt, entstand seit den 1980er Jahren eine stetig wachsende Zahl unabhängiger Dokumentarfilme.
Dan Edwards‘ Independent Chinese Documentary ist der Versuch eine möglichst umfassende Darstellung des unabhängigen Dokumentarfilms der nachmaoistischen Ära zu liefern.
Eine Frage der Perspektive: Alien trifft Alien
Schon wieder ein Buch über China, dachte ich bei mir und starrte auf den Umschlag. Im Hintergrund schrauben sich graubraune Hochhäuser in einen grauen Himmel, davor entstehen wohl noch weitere und vor einer graublauen Mauer schließlich laufen drei Gestalten: … Der Blick des Lesers auf die Figuren ist zugleich Blick der Chinesen auf Westler, immer erkennbar, als trügen sie Masken bzw. seien Aliens.
Sinologische Kontroverse: Alter Streit neu übersetzt
Nur kurze Zeit nach den wundervollen Vorlesungen über das Zhuangzi (Das Wirken in den Dingen) erschien ebenfalls im Verlag Matthes & Seitz Jean Francois Billeters Schrift Gegen Francois Jullien. Offensichtlich wollte der Verlag mit der Übersetzung dieser Schrift dem hierzulande wenig bekannten Sinologen und seinem Denken weiteren Raum geben.
Die Sehnsucht nach einem normalen Leben – Ha Jin: Verraten
China 1949, Aufbruchstimmung. Weiming konnte ganz gut Englisch. Er solle sich doch bei den Ausländern bewerben, riet man ihm, die hätten bessere Jobs und bezahlten besser. Auch die Genossen fanden die Idee gut und verpassten ihm den Decknamen Gary mit den entsprechenden Ausweispapieren dazu.
Vom notwendigen Chaos und Vergessen
Kennern gilt Zhuangzi als der poetischste der Philosophen, während er hierzulande relativ unbekannt ist, obwohl er doch, wie Kubin sagt, ein Lieblingskind der deutschen Leserschaft sei. Aber entweder sind es die Sinologen, die sich mit ihm befassen, oder seine Bücher fristen in der Esoterik-Ecke ihr Dasein. Nun könnte damit ein kleines bei Matthes & Seitz erschienenes Bändchen aufräumen:
Wenn Träume nicht wahr werden, können sie auch nicht platzen
Im Frühjahr schwimmen die Karpfen flussaufwärts bis zu einem „Drachentor genannten Wasserfall. Nur wenige schaffen es, die Hürde zu überspringen. Diese fliegenden Karpfen, die sich der Legende nach in Drachen verwandeln, sind in China Symbole des sozialen Aufstiegs.
Von diesem Aufstieg und den enormen Veränderungen eines ganzen Landes ist Xifan Yang persönlich betroffen, denn ihre Eltern waren die Karpfen, die zu fliegen versuchten
Die angebliche Revolutionierung des Chinesischlernens: Chineasy – Chinesisch ganz easy von Shaolan
Chineasy ist die Zusammensetzung aus Chinese und easy. Das Buch unterstützt mit Sicherheit visuelle Lerner beim Einprägen erster Zeichen. Und genau das war die Idee von Shaolan Hsueh, als sie ihren Kindern Chinesisch beibringen wollte. Doch das Marketing ist das Problem, denn fließend Chinesisch lerne ich mit dem Buch nicht.
