Ein Autor braucht nichts wichtiger als eine Sprache, aber welche das ist, ist im Zeitalter der Globalisierung immer weniger festgeschrieben. Somit berührt Ha Jin mit seinem Essayband „Der ausgewanderte Autor“ ein hochaktuelles Thema.
Christian Geinitz: Chinas verborgene Schätze. Wie wir am nächsten Aufschwung mitverdienen
„Go West“ sangen schon die Pet Shop Boys in den 1990er Jahren und brachten damit die chinesischen Diskotheken zum Kochen. Es ist auch eine der wirtschaftlichen Strategien, die itz -so sein FAZ-Kürzel – beschreibt, um Chinas verborgene Schätze zu entdecken und zu heben. Go West meint dabei mitnichten den goldenen Westen in Amerika oder Europa, wie ihn das zum Lied gehörige Video nahelegte, sondern den chinesischen Westen.
Der freudsche Brückenschlag nach China – Francois Jullien: China und die Psychoanalyse
Seit vielen Jahren schon geht der Philosoph und Sinologe Francois Jullien den Umweg über China, um blinde Flecken im westlichen Denken ausfindig zu machen und einer manchmal bequem gewordenen westlichen Denkungsart auf die Sprünge zu helfen. Dabei knöpft er sich dieses Mal die Schriften Sigmund Freuds zur Psychoanalyse vor.
Ein ungelöstes Rätsel: Qiu Xiaolongs 99 Särge
„Sollen wir jetzt die Hauptgerichte zubereiten, Herr Chen?“ Dieser letzte Satz klingt verdammt nach „Fortsetzung folgt“. Dabei hegt Oberinspektor Chen Zweifel, ob dies nicht sein letzter Fall gewesen sei. War er nicht lange genug Teil des Systems und nun ist es an der Zeit dieses zu verlassen, bevor andere darüber entscheiden?
Rudolf Hamburger: Zehn Jahre Lager
Im Innendeckel ein Kartenausschnitt der UdSSR, darauf die von Rudolf Hamburger unfreiwillig zurückgelegten Wege. Weite Wege bar jeglicher Logik. Es folgt eine Photostrecke: Portraits, die Familie in Berlin, in Shanghai, Polen, Zeichnungen, Hamburgers, Shanghaier Bauten. Die letzten Bilder sind aus dem Jahr 1939. Dann beginnt der Lagerbericht 1943 -52, zehn Jahre himmelschreiende Ungerechtigkeit, absolute Rechtlosigkeit, die für den Leser nur schwer zu fassen sind.
Yu Hua: China in zehn Wörtern
In seinem Buch „China in zehn Wörtern“ schildert Yu Hua sein Land einmal nicht fiktiv verdichtet, sondern erzählt Gehörtes und Gesehenes aus dem Leben seiner Landsleute. Zehn Wörter dienen ihm dabei als Gerüst für seine Assoziationen. Von Begriffen wie Volk,
Street Food für zu Hause
Es war früher schon das Vielvölkergemisch, die verschiedenen Traditionen und Lebensweisen, die den Mythos Shanghai begründeten. Diese Vielfalt wird in dem Buch „Shanghai Straßenküchen“ durch ihr Essen präsentiert.
Absatzmarkt China
China – das Land der ungeahnten Möglichkeiten, China, der unersättliche Absatzmarkt: aber wie verhält sich dieser Markt und wie positioniere ich mich dort geschickt, um noch ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen?
Der Weg zum Erfolg
Der Titel des kompakten Buches von Yu Zhang verspricht, dass ich nach knapp 200 Seiten den Dreh zum erfolgreichen China-Geschäft raushabe. Es scheint gar nicht so schwer: Wer in China erfolgreich Geschäfte machen will, sollte es so wie die Chinesen machen.
China, wimmelnde Vielfalt
Zu Beginn des Jahres erschien im Reclam-Verlag die „Geschichte Chinas“. Wer da zuerst an die kleinen gelben Bändchen denkt, dem sei gesagt, dass dieses Buch mit 646 Seiten doch etwas üppiger ausfällt. Und trotzdem bleiben zunächst Zweifel, ob man denn die lange Geschichte dieses Riesenreiches überhaupt zwischen zwei Buchdeckel pressen kann. Und ob man kann!
