Wettbewerbsbeitrag aus China war der poetische, ja surreale Film Crosscurrent (长江图) von Yang Chao. Er erzählt die Geschichte vom Wandel Chinas in einer einzigen Flussfahrt und atemberaubend schönen Bildern.
Gegen den Strom (Berlinale 2016)



Wettbewerbsbeitrag aus China war der poetische, ja surreale Film Crosscurrent (长江图) von Yang Chao. Er erzählt die Geschichte vom Wandel Chinas in einer einzigen Flussfahrt und atemberaubend schönen Bildern.
Meine drei Lieblingsregisseure darf man nicht zusammensperren, denn sobald sie gemeinsam in einem Raum sind, witzeln sie herum und suchen sich in Wortgefechten zu übertreffen. Wirklich, oft tut mir der Bauch vor Lachen weh, nichtsdestotrotz sind sie drei Schätze.
Cheng Bugao (1893-1966) schreibt in einem im Mai 1933 im Mingxing-Journal veröffentlichten Artikel über die Motivation des Filmemachens und beleuchtet nebenbei die Arbeitsbedingungen. Er führte u.a. bei 狂流 (Wilder Strom) und 春蚕 (Seidenraupen im Frühling), beide 1933, Regie.
Hoffnung! Hoffnung hat jeder Mensch. Ich persönlich hoffe, dass für mich alles gut laufen wird. Und damit meine ich nicht die Alltagsroutinen, wann ich aufstehe, esse, lese, schreibe, schlafe, sondern die Hoffnung, etwas aufzubauen, zu schaffen.
Während der offizielle chinesische Film bestrebt ist, Hollywood zu schlagen und seine Filme an exorbitanten Budgets und eingesetzten CGI-Effekten messen lässt, entstand seit den 1980er Jahren eine stetig wachsende Zahl unabhängiger Dokumentarfilme.
Dan Edwards‘ Independent Chinese Documentary ist der Versuch eine möglichst umfassende Darstellung des unabhängigen Dokumentarfilms der nachmaoistischen Ära zu liefern.
„Wind und Regen kommen herein, aber auch Freunde, um Filme zu sehen“ – so stellt sich Kong Yuanzi, Der leere Hof (空院子) auf WeChat vor und beschreibt damit ziemlich gut den Stand von Alternativkinos und unabhängigen Vorführräumen in China: trotz ihres Nischenplatzes und anderer Schwierigkeiten, sind sie vital und leidenschaftlich und finden ihr Publikum.
Eine Landschaft wie gemalt, in Gau-und Brauntönen, doch ihre Geometrie irritiert, dann plötzlich eine Explosion, Ascheregen. Wie das mythische Ungeheuer Behemoth fressen sich Maschinen durch die Erde, werden Landschaften umgegraben., verschlingen die Steppe, vertreiben die an deren Rändern lebenden Menschen samt Schafen. Dazu erhebt sich der elegische Obertongesang der Tuwa. Auf dem Filmfestival in Venedig 2015 feierte Behemoth 悲兮魔兽 seine Weltpremiere.

Eins der Wunder unserer Zeit ist es, wenn Filmschätze vergangener Zeiten wieder auftauchen. Und so war es eine Sensation, als im Jahr 2011 in der Nationalbibliothek Norwegens eine Kopie des verloren geglaubten chinesischen Stummfilms 盘丝洞 – The Spiders Cave/ The Cave of the Silken Web/ The Spiders gefunden wurde.

Li Luo (李珞), geb. 1978, dreht sehr eigenwillige Filme, die durch Minimalismus und Improvisation aus dem Kontext eines mainstreamorientierten Kinos herausfallen. Es sind Filme, die man aus China nicht erwartet: Sein 2012 entstandener Film Emperor Visits Hell (唐皇游地府) ist beispielsweise eine eine moderne, sehr nüchterne Adaption einer Episode aus dem Roman Die Pilgerreise nach dem Westen (西游记) unterlegt mit dem Gesang Klaus Nomis. Im Anschluss an die Aufführung von Li Wen at East Lake (李文漫游东湖) im Oktober 2015 wurde im Sifang Art Museum Nanjing das folgende Gespräch geführt.
Die Nächte von Shanghai, ein zügelloser Traum.
Menschen, eine Menge, Männer, Frauen, ein warmer Ofen, Rauch, alles findet sich in diesem Raum. „Es gibt Wein, also wollen wir uns betrinken!“, habt Spaß, die Welt gehört euch!
Taotao, Angestellte der Grund & Boden-Union, eine moderne Frau. Ein Täubchen, klug, schön und wild. Aber sie leidet unter der typischen Krankheit dieser Zeit: sie will immer mehr und immer Neues