Zu Beginn des Jahres erschien im Reclam-Verlag die „Geschichte Chinas“. Wer da zuerst an die kleinen gelben Bändchen denkt, dem sei gesagt, dass dieses Buch mit 646 Seiten doch etwas üppiger ausfällt. Und trotzdem bleiben zunächst Zweifel, ob man denn die lange Geschichte dieses Riesenreiches überhaupt zwischen zwei Buchdeckel pressen kann. Und ob man kann!
Chinesische Filme in Berlin – kein guter Jahrgang (Berlinale 2012)

Wieder Februar – wieder Berlinale-Zeit. Ein Blick ins Programmheft ernüchterte zu hohe Erwartungen an chinesische Filme. Man setzte in diesem Jahr vor allem auf große Namen und Altbewährtes: Bitte keine Experimente.
Übersetzer zwischen den Welten: Richard Wilhelm und das I Ging
Der Film beginnt mit Bildern aus einer dunklen Höhle im Gegenlicht, Staubkörnchen flirren umher, tastende Bewegungen im Dunklen: Die Yungang Grotten- inszeniert als Ort der Erleuchtung Richard Wilhelms. „Ein Bild ums andere trat hervor aus der Nacht, wurde lebendig, begann zu reden. […]“
Berlinale 2011 – Keine Zeit für Wunder

Die diesjährige Berlinale war im Hinblick auf China ganz entspannt, denn das Programm gab nicht mehr als vier chinesische Filme her.
Eine Zeitzeugin aus Hankou
Ich drängelte mich mal wieder zwischen Cosplayern und Bücherwürmern durch die Verlagsstände auf der Leiziger Buchmesse, als mein Blick auf einen roten Buddha fiel: Chinesische Schriftzeichen und der deutsche Buchtitel „Eine deutsche Kaufmannsfamilie in Wuhan“ machten den mich umgebenden Lärm, das Geschiebe und gelegentliche Piekser mit den großen bunten Papptüten der ARD vergessen.
Eine Reise nach China in sechs Filmen (Berlinale 2010)

Es gibt im Gegenteil nichts schöneres, als vor dem grauen Berliner Winter in den warmen Kinosaal zu flüchten und sich dort mitnehmen zu lassen auf Reisen in wärmere Jahreszeiten und ferne Länder, womöglich auch in Epochen, die man eigentlich nicht so gern wiedersehen möchte.
Chinesische Poesie in der Stadt
Die Zeiten ändern sich / weil das Muster seines Fells / von unbekannter Herkunft ist / wird der Tiger verhaftet (Yu Jian)
Nach der Avantgarde: neue Ausdrucksformen und Gesellschaftskritik
Kleine Gesellschaft, Grasbühne 2009 | © Grasbühne
Seit den 1990er Jahren hat das chinesische Avantgarde-Theater seine Sonderstellung eingebüßt und ist zu einem Teil des normalen Theaterbetriebs geworden. Was kommt als nächstes, fragt der chinesische Theaterexperte Zhao Chuan (赵川).
Ein Film über Richard Wilhelm. Bettina Wilhelm und ihr Projekt „Wandlungen“
Die Regisseurin und Drehbuchautorin Bettina Wilhelm plant einen Film über ihren Großvater, den berühmten Sinologen und Übersetzer Richard Wilhelm (1873 – 1930) mit dem Arbeitstitel „Wandlungen“. Seit zwei Jahren arbeitet sie an dem Projekt, hat eine Menge von Materialien gesichtet, ein Drehbuch geschrieben und ist nun auf der Suche nach Geldgebern. Wenn die Finanzierung endgültig steht, kann sie im Herbst 2008 anfangen zu drehen. „Wandlungen“ soll ein abendfüllender Dokumentarfilm werden, also 90 bis 120 Minuten lang.
Xie Jin – Den Zuschauern Hoffnung geben durch die Schönheit in meinen Filmen
Xie Jin ist am 18. Oktober im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war einer der letzten chinesischen Regisseure, die Zeuge des kommunistischen Sieges in China, der Entwicklung der Volksrepublik China bis hin zu ihrer Veränderung im neuen Jahrtausend wurden. Er begleitete ihre oft tragische historische Entwicklung mit seinen Filmen. Sieht man die Filme wieder, scheinen sie einem anderen Zeitalter anzugehören. Es sind meist episch angelegte Geschichten, deren Nichtgesagtes oftmals die politischen Zeitumstände spiegelt.
