Ein Film über Richard Wilhelm. Bettina Wilhelm und ihr Projekt „Wandlungen“

Die Regisseurin und Drehbuchautorin Bettina Wilhelm plant einen Film über ihren Großvater, den berühmten Sinologen und Übersetzer Richard Wilhelm (1873 – 1930) mit dem Arbeitstitel „Wandlungen“. Seit zwei Jahren arbeitet sie an dem Projekt, hat eine Menge von Materialien gesichtet, ein Drehbuch geschrieben und ist nun auf der Suche nach Geldgebern. Wenn die Finanzierung endgültig steht, kann sie im Herbst 2008 anfangen zu drehen. „Wandlungen“ soll ein abendfüllender Dokumentarfilm werden, also 90 bis 120 Minuten lang.

Xie Jin – Den Zuschauern Hoffnung geben durch die Schönheit in meinen Filmen

Xie Jin ist am 18. Oktober im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war einer der letzten chinesischen Regisseure, die Zeuge des kommunistischen Sieges in China, der Entwicklung der Volksrepublik China bis hin zu ihrer Veränderung im neuen Jahrtausend wurden. Er begleitete ihre oft tragische historische Entwicklung mit seinen Filmen. Sieht man die Filme wieder, scheinen sie einem anderen Zeitalter anzugehören. Es sind meist episch angelegte Geschichten, deren Nichtgesagtes oftmals die politischen Zeitumstände spiegelt.

Liu Zongyuan – Am Törichten Bach

Mit seinen „Acht Aufzeichnungen aus Yongzhou“ gilt Liu Zongyuan als Begründer des die Landschaft schildernden Reiseberichtes. Seine klare, natürliche Sprache erstaunt den Leser ob ihrer Modernität und lädt ein, diese Wege noch einmal zu gehen. Die beschriebenen Gelage mit Freunden und die Klage über die Verkommenheit der Gegenwart – es klingt fast vertraut. Doch sind seitdem 1200 Jahre vergangen.

Steine im Fluss

Die vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft herausgegebene Buchreihe „Jahresring“ widmet sich jeweils verschiedenen Aspekten Bildender Kunst. Der diesjährige Band trägt dem wachsenden über die Wirtschaftspolitik hinausgehenden Interesse an China Rechnung und widmet sich der Kunst und den künstlerischen Entwicklungen in China seit Beginn der Reformära in den 80er Jahren. Damit ist schon ein fast unmögliches Unterfangen beschrieben. Aber Waling Boers und sein Co-Herausgeber Pi Li stellten sich der Herausforderung und es gelang ihnen einen reich bebilderten Band zusammenzustellen, der die Vielfalt künstlerischen Schaffens und die Bandbreite kunstkritischer Positionen aufzeigt.

Liu Sola – Klang der „verlorenen Generation“

Die 1955 in Beijing geborene Komponistin, Sängerin und Schriftstellerin Liu Sola begann im Alter von fünf Jahren das Klavierspiel zu erlernen. 1977 wurde sie zum Studium am Beijinger Zentralkonservatorium zugelassen, das kurz nach der Kulturrevolution wieder eröffnete. Dort studierte sie Komposition und Klavier. Nach ihrem Abschluss im Jahr 1981 lebte sie zunächst als freie Schriftstellerin und Musikerin in Beijing. 1988 ging sie nach London und später nach New York, wo sie ihre „schwarzen Wurzeln“ entdeckte. In New York arbeitete sie mit Blues-, Jazz-, Rap-, Reggae- und klassischen Musikern zusammen. Sie veröffentlichte zahlreiche Alben, gründete ihre Jazzband „Liu Sola and Friends“ und widmete sich dem Schreiben. Seit den 90er Jahren rückte die Musik zunehmend in den Vordergrund ihres Schaffens. Gegenwärtig lebt sie in Beijing und New York.

Die Tradition lebendig halten

Tian Mansha ist eine berühmte Darstellerin der Sichuanoper, ein Star des traditionellen chinesischen Theaters und Reformerin einer Kunst, die im Zuge der rasanten wirtschaftlichen Entwicklungen in China mit großen Herausforderungen zu kämpfen hat. Gegen alle Widerstände verwirklichte die 1963 geborene Tian Mansha ihren Traum, Schauspielerin zu werden. Darüber hinaus studierte sie auch Regie, um ihre schauspielerischen Fähigkeiten und dramaturgischen Kenntnisse zu perfektionieren. Tian Mansha ist zweimalige Gewinnerin des Pflaumenblütenpreises, der höchsten Auszeichnung des chinesischen Theaters. Sie ist außerdem Dozentin an der Opernakademie der Provinz Sichuan und seit 2005 auch an der Shanghaier Theaterakademie. Tian Mansha lebt zur Zeit in Shanghai.